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Wie kommt der Indianer ins Maisfeld?
Das abgesteckte Maisfeld als Luftaufnahme mit der Silhouette des Indianerkopfes im Hintergrund
[03|08|2010]
Studierende der Geoinformation vermessen zusammen mit SchülerInnen das Uttinger Labyrinth
Das Uttinger Labyrinth Ex Ornamentis im Mais- und Hanffeld der Familie Ernst erfreut sich jedes Jahr großer Beliebtheit bei den Studierenden der der Fakultät für Geoinformation. Seit 2002 stecken die angehenden Geographen im Rahmen einer Vermessungsübung zu dem Satellitenverfahren GPS unter der Leitung von Prof. Gerd Merkel das riesige Pflanzenfeld als Labyrinth ab. Dieses Jahr wurde als Thema "Der wilde Westen" gewählt. Damit ergab sich als Aufgabe die Absteckung des Nordamerikanischen Kontinents. Als besondere Überraschung ist auf dem Luftbild des fertigen Labyrinths auf den zweiten Blick das Porträt eines Indianers zu sehen, der wie ein Schatten aus den Kontinent blickt. Möglich machen dies verschiedene Pflanzenarten.
Um Jugendliche auf das Studium der Geoinformation aufmerksam zu machen, wurde 2010 die Absteckung gemeinsam mit Schülern des Ammersee-Gymnasium in Dießen durchgeführt. Nach dem neuen Seminarkonzept für die Oberstufe der bayerischen Gymnasien belegen die Schüler über zwei Jahre hinweg zwei Seminare: ein Wissenschaftspropädeutisches Seminar (W-Seminar) und ein Projektseminar (P-Seminar). Im W-Seminar wurde für den Abiturjahrgang vom Fachberater für Mathematik Stefan Reiter das Thema "Vermessung der Welt" angeboten. Hierbei entwickelte sich der Kontakt zu Prof. Gerd Merkel. Im Rahmen des Projektes war es Aufgabe der Schülerinnen und Schüler mit moderner Satellitentechnik den Entwurf der Papierskizze in das vier Fußballplätze große Feld zu übertragen. Eine Schülerin des Gymnasiums schreibt sogar ihre Seminararbeit über die Vermessung des Labyrinths.
Abstecken des Maisfeldes Mit GPS
Die Gymnasiasten und ihr Mathematiklehrer steckten mit großer Begeisterung das Maisfeld ab und zeigten großes Interesse an den Ausführungen über die physikalischen und mathematischen Abläufe, die für die Absteckung des Labyrinths mit dem modernen Satellitenverfahren GPS notwendig sind. Für die Fakultät für Geoinformation war es ein anderer Weg junge Menschen für das interessante Studium der Geoinformation zu begeistern.
Das Maisfeld hat übrigens noch bis 13. September geöffnet:
www.exornamentis.de