Master Mental Health
Sozialarbeit in der Psychiatrie
“Sozialarbeit in der Psychiatrie” (Master of Mental Health) umschreibt einen großen Arbeitsbereich für Sozialpädagogen, Gesundheits-, Sozial- und Pflegewissenschaftler, Psychologen und Sozialpsychiater. Zur Vereinfachung wird der englische Begriff "Mental Health" mit “Sozialarbeit in der Psychiatrie” übersetzt. Dabei werden die verschiedenen Verengungen, die in der deutschen Begriffswahl angelegt sind, nicht umgesetzt. Lebensweltorientierte, sozialpolitische und -rechtliche Perspektiven wurden als Leitlinien für diesen Studiengang gewählt.
Sozialpädagogen und Sozialarbeiter arbeiten in den traditionellen und neuen Feldern der Sozialarbeit in der Psychiatrie in Positionen, die nur selten Aufstiegs- und Entwicklungschancen bieten. Auf diesem Hintergrund ist dieses Vorhaben als ein Instrument zur Professionalisierung der Arbeit in diesem Berufsfeld zu verstehen. Es zeichnet die entsprechenden Entwicklungen im anglosächsischen Raum nach. Es bietet den Absolventen die Möglichkeit, Positionen zu besetzen, die ihnen bisher nur in Ausnahmefällen zugänglich waren.
Der Studiengang qualifiziert die Studierenden für professionelle Tätigkeiten im Bereich Mental Health (zu beachten hierbei ist, dass „Mental Health“ als Berufsfeld in deutscher Sprache mit dem Begriff „Psychiatrie“ nur sehr unzureichend abgedeckt ist). Der Studiengang qualifiziert nicht im Bereich (psycho-) therapeutischer Kompetenzen. Auch ist er so angelegt, dass er keine Kompetenzüberschreitungen gegenüber klinisch psychiatrisch tätigen Medizinern reklamiert. Mit diesen Einschränkungen verbleibt ein mehr als hinreichend großes Qualifikationsfeld für solche Studiengänge.
Hinzu kommt: Psychische Krankheiten weisen die relativ größten Wachstumsraten unter den chronischen Krankheiten auf. Die entsprechenden Hilfsangebote wurden in den letzten beiden Jahrzehnten vermehrt durch SozialpädagogInnen geprägt. Auf diesem Hintergrund sollen Berufspraktiker durch diesen Weiterbildungsstudiengang
* so qualifiziert werden, dass sie den Anforderungen in planend-steuernden und in besonders wissens- und wissenschaftsbasierten Positionen im Bereich der Sozialarbeit in der Psychiatrie gewachsen sind. Dies sind z. B. Planungs-, Steuerungs- und Koordinationsaufgaben, mittelbar auch Leitungsaufgaben. Dies gilt insbesondere für solche Bereiche, wo eingehendes Wissen und Schnittstellenmanagement gefragt sind und auch überall dort, wo komplexe Problemlagen auf Seiten des Klientels bestehen.
* so qualifiziert werden, dass sie lebensweltnahe und spezialisierte Perspektiven, Modelle, Theorien und Verfahren der Betreuung, Beratung und Intervention kennen und anwenden können. Besonderer Wert wird hierbei auf die Ergebnisse der vergleichenden Beratungs- und Therapieforschung gelegt. Denn die Erfahrung zeigt, dass Sozialpädagogen (ähnlich wie Psychologen und Psychiater) dazu tendieren, spezifische Orientierungen zu generalisieren
* so qualifiziert werden, dass sie neue berufliche Anforderungen bewältigen können. Hierzu zählen wir Krisenintervention, Hilfe für traumatisierte Personen sowie Case- und Care-Management.
Das Studium umfasst sechs Modulgruppen mit insgesamt 15 modularisierten Studieneinheiten.
Die Module gewährleisten die Integration aktueller und relevanter disziplinärer Wissensbereiche und professioneller Kompetenzen. Sie beruhen auf einem ausgewogenen Verhältnis praxisrelevanter Theorien und theoriebasierter Anwendungskompetenz.
Es handelt sich um ein berufsbegleitendes Teilzeitstudium.
Es gliedert sich in vier Studiensemester und ein Semester zur Erarbeitung der Masterarbeit.
Es setzt sich zusammen aus folgenden Studienelementen:
1. Pro Semester vier dreitägige Seminare und ein viertägiges Seminar (insgesamt 64
Präsenztage)
2. Projektarbeit (Vorarbeiten zur Masterarbeit)
3. Angeleitetes Selbststudium (inkl. eLearning)
4. Masterarbeit im fünften Semester (Themenvorschläge hier)
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